Projekttitel: Raubritter


22.11.2019
Acht Bücher durchgeackert und schon liegen die nächsten vier auf dem Tisch. Und ich habe eine digitalisierte Pergamentsammlung gefunden, von der ich gerne einen Teil in Normaldeutsch übersetzt bekommen möchte. Über das Turnier von Nantes 1257 oder 1258. Das mittelhochdeutsche Schriftbild und Wortschatz überfordert mich leider gnadenlos. Falls sich wer melden will, sende ich gerne die Internetadresse.

15.11.2019
Nur der dicke Wälzer mit den Ritter- und Adelsgeschlechtern muss noch ausgewertet werden. Phhhuuuh... Ich habe schon mal bisschen durchgeblättert. Also, wer sich für den Adel der Region interessiert, findet hier so ziemlich jeden Namen, Wappen und Titel. Er hat auch ein Buch mit Sagen und Legenden aus der Region veröffentlicht, dass ich mir gerade in der Landebibliothek vorbestellt habe! Da hat sich Alfons Friedrich mal richtig viel Arbeit gemacht, das alles zu ermitteln und in Buchform zu bringen! Danke Herr Friederichs! Wie in dem Werk steht, hat er es vor allem für lokalen Geschichtsschreiber zusammengestellt, damit diese nicht immer wieder neu in den Archiven wühlen müssen. Nun sind seine Infos auch bei einer lokalen GeschichTENschreiberin gelandet! Ich kann garantiert vieles davon in meiner Romangeschichte unterbringen!

Danke Herr Friederichs!

Heute eine Werbetour gemacht und 1000 Werbeflyer an strategischen Orten verteilt.

Und endlich die Urmitzer Buchhandlung "Bücherwurm" besucht, die mich seit 10 Jahren unterstützt, indem sie meine Bücher den Leserinnen auch wirklich anbietet und empfiehlt.
Danke Frau Quirin!
Daran sollten sich die großen Buchhandlungen mal ein Beispiel nehmen! SO unterstützt man regionale Schriftsteller/innen!

08.11.2019
Aktueller Stapel Recherchematerial. Da ist vieles querzulesen und auszufiltern, wonach ich noch suche.


Ein Hoch auf das Mittelalter-Lexikon.de im Internet. Dort sind unglaublich viele Begriffe, Berufsbilder, Lebensumstände, Maße, Handelsgewohnheiten, Rechte, so ziemlich einfach alles übers Mittelalter, erklärt. Zumindest das, was mit einiger Sicherheit überliefert worden ist.

06.11.2019
Naja... Ullstein hat über FB gemeldet, dass ich meine Romane mit einem Begleitschreiben schicken kann. Werde ich dann mal machen. (Update: NÖ, mache ich doch nicht, nachdem ich den Blog von einem anderen Selfpublisher gelesen habe, der die gleichen Erfahrungen gemacht hat wie ich.)

27.10.2019
Ich habe einige große Verlage über deren Webseiten kontaktet, ob sie sich mal  meine Bücher ansehen wollen - digital auf meiner Homepage oder die jeweils 20 Seiten Leseproben im BoD-Buchshop. Weil ich einen Verlag suche, der sie in sein Programm übernimmt, damit ich eine Chance auf dem Büchermarkt habe, wegen des Remissionsrechtes, etc.
Nein... man muss noch immer ein PAPIER-Manuskript oder Exposé schicken - und DAS im digitalen Zeitalter. Da frage ich mich doch wirklich, welchen Zug die in den Verlagen verpasst haben. Wenn die Bücher doch schon fertig sind, mit Lesproben, sogar mit Buchdesign, was sollen da Papiermanuskript oder -exposé eines Kapitels besser können? Mal ganz davon abgesehen, welche Mengen Papier man dafür ausdrucken muss! Das geht mir als umweltbewusste Autorin schon mächtig auf den Keks.
Ich verstehe, dass die keine Disketten, keine Sticks, etc. bekommen wollen, die müsste man ja zurücksenden. Zu viel Aufwand. Man weiss ja auch nie, ob die Datenträger nicht versuchet sind. Aber einfach mal einen Blick ins Internet werfen? Das ist in der heutigen Zeit ja wohl nicht zu viel verlangt!

25.10.2019
Lesen, lesen, lesen ist das derzeitige Motto. Relevante Daten zu den Ereignissen und Personen aus dem Romanzeitraum finden, ist gar nicht so einfach, da die Dokumentelange erst im 14. JH einigermaßen brauchbar wird. Aber man findet doch an unvermuteten Stellen in der Literatur sogar immer wieder mal Hinweise auf persönliche Ereignisse, an denen mein historischer Hauptdarsteller teilgenommen hat.
Was mich letzte Woche mal wieder aufgeregt hat, ist die absolute Unwilligkeit der meisten Buchhandlungen, meine Bücher mal ins Regal zu stellen. Angeblich suchen sie nach regionalen Romanen, aber wenn es dann ein Buch aus einem Selbstverlag ist, der ihnen kein kostenfreies Rückgaberecht für unverkaufte Bücher gewährt, haben sie dann doch keine Lust. "Das Risiko ist zu groß". Naja... das Risiko wäre rund 23 Euro groß, für beide Bücher. Wenn ich bedenke, dass ich dieses Jahr schon rund 700 Euro für Werbemaßnahmen ausgegeben habe, erscheint mir das Risiko für eine Buchhandlung, die immerhin die Häfte des Buchpreises einsackt, eher recht gering. Man könnte es ja wenigstens mal versuchen!
Die Argumentation dreht sich außerdem im Kreis: "Wenn jemand käme und uns sagte, dass die Bücher gut sind, würden wir sie ins Regal stellen." Meine Antwort: "Wo sollen die begeisterten Leser herkommen, wenn sie das Buch gar nicht finden, weil es nicht angeboten wird." "Ja, da haben Sie auch wieder Recht."
Einfach nur "TOLL". Außerdem der Platzmangel. Ja klar, man muss ja die Ghostwriter-Bestseller von all den blöden Promis auf die Tische legen.


05.10.2019
55 Seite/ die ersten beiden Kapitel geschafft!
Besuch der Burg(en) Thurant an der Mosel. Auch hier wieder Kletterei über gefühlt eine Million Stufen durch die beiden Burgteile. Bei jedem Burgbesuch enthüllt sich doch immer wieder ein bemerkenswertes Detail des damaligen Lebens, das man so gar nicht erwartet hätte!



23.09.2019
Was tut man nicht alles, um sich die Lage eines Handlungsortes in echt anzuschauen. Da bin ich am Wochenende doch tatsächlich zur Virneburg hinaufgekrabbelt, um die Situation vor Ort auch naturgetreu nachzeichnen zu können!



03.09.2019
Die Rechercheergebnisse mit den ausführlichen Lebensdaten der historischen Personen an der Wand. Es ist einfach einfacher, sich mal grad herumzudrehen und eine Textstelle nachzulesen, als mehrere Dateien auf dem Bildschirm übereinanderliegen zu haben.
Die ersten 35 Seiten Grundtext des neuen Rheinland-Saga-Bandes sind schon geschrieben. Ich hoffe doch sehr, dass mein "Muserich" mich weiterhin so regelmässig küsst.




08.08.2019
erste Rechercheergebnisse - die Zeittafel wichtiger Ereignisse und Grunddaten von Königen, Erzbischöfen, Päpsten und Daten in der Welt, Europa und unserer Region im Romanzeitraum.




18.07.2019
Lese weiter Literatur übers Mittelalter.
Jetzt werde ich jetzt einiges zu tun haben, die aus den Büchern ermittelten und abfotografierten Infos in meine Zeitrahmen-Excel-Tabelle einzufügen. Naja.. bei 35-40 Grad im Schatten ist der Nord-Ost-Platz vor dem PC sowieso der beste Ort, den Tag zu verbringen!
Und wie immer, wenn die Infos sich in meinem Köpfchen zu einem Handlungshintergrund verdichten und ich die Profile meiner Hauptpersonen erarbeite, träume ich auch schon öfter mal von möglichen Handlungabläufen, in die sich die Menschen im Roman verstricken werden.


26.06.2019
Und schon geht es weiter
!
Natürlich habe ich mich wieder in einen Zeitraum für meinen Mittelalterroman verguckt, der sowas von einer dünn dokumentierten Historie hat, dass es schon fast wieder schön ist. Ausgerechnet aus diesen 70 Jahren im 13. Jahrhundert fehlen in Deutschland, Spanien und Frankreich überall genauere Dokumentationen über das, was in der Zeit dort abging. Allerdings sind die persönlichen Historien der royalen Hauptpersonen gut verfolgbar, sogar bis vor die Schlafzimmertüren. Wobei man nicht immer so genau weiss, wer da hinter den Schlafzimmertüren das Bett mit jemandem teilte.
Zum Glück wurden in "meinem" Romanzeitraum Garantie- und Schenkungsurkunden ausgestellt, an Klöster, Städte, Erzbischöfe und die unehelichen Kinder aus diversen Verhältnissen, die mit Adelstiteln und Pfründen bedacht wurden, um ihr Leben angemessen führen zu können.
Viele regionale Namen tauchen als Unterzeichner und Zeugen unterschiedlicher Urkunden auf, so daß man doch eine ganze Menge realer, erlauchter und weniger erlauchter Charaktere in die Romangeschichte einbauen kann.

Um natürlich wieder eine gesamteuropäische Komponente in die Geschichte hineinzubringen und einige Fantasiecharaktere die historisch überlieferte Personenliste auffüllen sollen, habe ich im Urlaub die Geschichte Kataloniens für den anvisierten Zeitraum ermittelt, mir die Gegend nochmal mit einem Mittelalterauge angesehen und Hintergrund-schauplätze gefunden, wo mein spanischer Caballero seine Heimat haben wird.
Warum überhaupt Spanien, bzw. Katalonien? Weil Alfonso, der König von Kastilien, sich ebenfalls zum deutschen König wählen lassen wollte!

Es war ganz schön mühsam, sich durch die Büchereiliteratur von Roses auf Katalanisch und Spanisch durchzuackern. Ist aber auch interessant, dass der Blickwinkel auf die Historie aus spanischer Sicht etwas anders ausfällt, als aus deutscher Sicht und manches aus dieser Sicht auch verständlicher ist.

Die französische Gegend rund um Bordeaux kenne ich von früher, da habe ich, mit dem Auge auf google-maps, sowohl einen Ort, als auch einen Namen für meinen Chevalier gefunden, der eine Rolle spielen wird. Weshalb nun auch noch ein Chevalier aus dem heutigen Frankreich? Weil Richard, als Enkel seiner Großmutter Eleonore von Aquitanien, ein Erbrecht auf diese Ländereien auf dem Kontinent beanspruchte. Also habe ich auch noch die Ereignisse in England in einem hübschen Sachbuch - auf Englisch - nach gelesen. Im Nachhinein bin ich mehr als glücklich, dass man mir in meiner Schulzeit Englisch und Französisch beigebracht hat. Französisch diente dann auch als gute Grundlage, um Spanisch zu lernen und in der Kombi aus Französisch und Spanisch auch noch mit Katalanisch - zumindest im Geschriebenen - einigermaßen klarzukommen!
Fremdsprachenkenntnisse sind eben eine gute Basis, seinen Horizont zu erweitern!