Villa Bollendorf bietet einen
sehr guten Einblick in eine einfache Gutshofvilla.
Es gibt hier noch viele Reste zu
sehen, die anderswo kaum noch zu finden sind.
Insbesondere die private Badeanlage und der Keller
zeigen, wie man damals gewohnt hat.

Rekonstruktionsmodell
1907/08
wurde das Herrenhaus eines römischen Gutshofes
untersucht. Das 27x23 m große Hauptgebäude den
einfachsten Typ einer römischen Risalitvilla,
im Hang zur Sauer errichtet. Es bestand aus
einer Haupthalle Richtung Südwesten, einem
Säulengang mit zwei seitlich aufgesetzten
Ecktürmchen (Risaliten). Vorgelagert eine
breite Freitreppe in der Mitte des Säulengangs
erschloss das Bauwerk von Süden.
Aus der Haupthalle führte eine Treppe in den
Vorratskeller.
Der Hausherr liess später
eine dreigliederige Badeanlagae anbauen: Im
Norden das Caldarium, südlich das Tepidarium
und das Frigidarium mit einer eingetieften
Wanne.
Die Funde stammen
überwiegend aus dem 3.-4. Jahrhundert; die
Anfänge dürften bis um 100 nChr
zurückreichen.

190

Ein Abwasserkanal an
der äußeren Hauswand,
die Therme und Latrine
entwässerte.

Reste der Hauswand

Die Therme,
verschiedene Becken


Hier sieht man sehr
schön, wie ein Badebecken
von unten konstruiert war:
Hypokaustenstapel, darüber eine dicke Packung
Estrich, darüber Platten und zum Schluss
der wasserdichte Putz.

Präfurnien - also
außenliegende Einheizstellen

In Bollendorf konnte
man auch den Kellerzugang
und den Keller noch finden. Eine breite
Treppe
führte ins Untergeschoss.


In der Bodenschwelle
sind noch die Sitze der
Drehangeln im Boden erkennbar.

Kellertuerschwelle

Ein
Fensterschacht

Die Kellerwand
mit den Stecklöchern für die
Deckenbalken des Kellers.

Nischen in der
Kellerwand, vielleicht um
Beleuchtungsmittel abstellen zu können.

Ein
Mühlespielbrett aus Stein


In Bollendorf
ist noch reichlich an Thermenkonstruktion
erhalten geblieben.







Tubuli, also
aufeinandergesetzte Luftschachtsteine, die
die Wände beheizten.

Und gleich neben
der Therme, ein Waschbecken mit Ablauf.