Zur Entstehung und Herstellung des Buches

Um dem mühsamen und meist erfolglosen Weg an den großen Verlagshäuern vorbei zu nehmen, die an deutschen "Jung"autorinnen meist nicht interessiert sind, wenn sie nicht übers Mittelalter oder Krimis schreiben, habe ich nach 2-3 erfolglosen Versuchen und unglaublich blöden Argumenten aus den Verlagshäusern beschlossen, meinen Roman selbst herauszugeben und zu vermarkten. Anscheinend hält man in Deutschland nur solche Menschen für fähig, ein paar hundert (tatsächlich sind es über 75000) Worte aneinanderzureihen, die einen akademischen Grad haben. 

Beim Selfpublishing-Verlag Book on Demand habe ich veröffentlicht. Es gibt unterschiedlich ausgeprägte Verträge, die von der völlig selbstständigen Erstellung von Buch und Cover bis zum Komplett-Service reichen, natürlich zu gestaffelten Preispaketen. Bei BoD wird keine größere Auflage vorproduziert, was normalerweise hohe Kosten verursacht, wenn man in einem Zug hunderte oder gar tausende Bücher produzieren lässt, sondern der Verlag druckt auf Bestellung. Hat Vorteile, aber auch Nachteile, vor allem kam 2008 ein hoher Buchpreis dabei heraus. Ich habe den Weg gewählt, das Buch komplett alleine entstehen zu lassen, mir die Lektorats- und Coverdesign-Kosten zu sparen.

Der horrende Buchpreis machte allerdings Probleme. Meine Planung, die Vulkanparkstandorte und Museen in die Vermarktung mit einzubinden, ist bislang gescheitert. Auch die örtlichen Buchhandlungen scheuten wohl zurück, vor allem wegen des Preises, der nicht gerade dazu animierte, es kurzentschieden zu erwerben. Das galt auch für die eBook-Ausgabe.

Zumindest das Problem mit dem Buchpreis hat sich geändert. Der Verlag hat wohl erkannt, dass die Preise absolut nicht marktfähig waren. Die Neuausgabe des Buches kommt nun mit 9,99 Euro weit unterhalb des damaligen von 25,90 Euro heraus. Ein neues, deutlich romantischeres Design und ein neuer Autorinnenname kommt dazu. Warum ein neuer Name? Weil der alte absolut nicht auf eine regionale Schriftstellerin hinwies. Zwar ist der neue Nachname auch nicht mein Realname, aber er ist "von hier" und der Mädchenname meiner Mutter.

Manch einer mag nun denken: "Wie - KEIN Lektorat?" Natürlich habe ich das Buch vor der Veröffentlichung von einer Deutschlehrerin Korrektur lesen lassen (Dank an Frau Riebenstahl), die mich vorher in einem VHS-Kurs über die neue deutsche Rechtschreibung (und ihre immer noch vorhandenen Tücken) aufgeklärt hatte. Auch aus meinem privaten Umfeld durften mehrere Menschen die Korrekturausgabe überprüfen. Für die Neuausgabe wurde der Text nochmals überprüft, der Text gestrafft, die Seitenfläche besser ausgenutzt und eine kleinere Schriftart gewählt. Dies hatte den Effekt, rund 50 Seiten einsparen zu können, was sich wieder positiv auf die Preisgestaltung auswirkte.
Zudem geben auch restlos alle Lektorate keine 100-prozentige Garantie auf Fehlerfreiheit. Also habe ich mir dies gespart. Das Cover ist ebenfalls ein Eigendesign. Und bitte möge sich niemand aufregen, wenn doch irgendwo noch ein Tippfehler übersehen wurde!

Ich danke an dieser Stelle ganz herzlich Herrn Sven von Loga für die Überlassung des Titelbildes, das genau zum Buchinhalt und Titel passt. Er macht Exkursionen durch die hiesige Gegend und schreibt selbst Führer durch die Region. Infos auf www.uncites.de.

Die Rückmeldungen von vielen Lesern bestärken mich sehr darin, auch die Folgebände zu schreiben. Man wartet jetzt schon sehr lange darauf zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht. Die Recherchen waren deutlich umfangreicher und zum Teil auch schwieriger, als ich mir das für die jüngeren historischen Zeiträume vorgestellt hatte. Dafür musste ich nochmal tief in der archäologischen Literatur wühlen und einige Museen in Deutschland, Frankreich und Spanien besuchen. Das "Schwarze Loch" der rheinland-pfälzischen Archäologie schliesst sich hoffentlich bis 2019. Dann kommen evtl. noch die letzten Infos zu Boppard aus der Archivgruft der Landesarchäologie. Da dies auch wieder länger dauert, als eigentlich angegeben war, schreibe ich derweil noch den Zwischenband. Dann werden Rheinland-Saga 2 und 3 wohl zusammen veröffentlicht werden.

Ich verspreche, mich zu beeilen. Allein schon aus dem kühlen Grunde, dass das Gehirn all die archäologischen Infos und die grundsätzliche Romankonstruktion im Gehirn abgelegt hat. Diese kreisen seit Jahren ungenutzt durch die Synapsen. Als Autorin geht man ja auch in der Romanhandlung auf und so träumt man nachts von der Geschichte, den Funden und hat die Bilder im Kopf. Ich bin froh, wenn ich das alles ausspeichern und auf Papier oder digital ablegen kann.